Chronik

Die Wurzeln der heutigen Freiwilligen Feuerwehr gehen in das Jahr 1918 zurück. Damals war die Wehr noch eine Werksfeuerwehr, aus der einige Jahre später die FF Frauental hervor ging. Heute ist die Freiwillige Feuerwehr Frauental neben der FF Freidorf und FF Schamberg eine der drei Feuerwehren der Marktgemeinde Frauental an der Laßnitz.

Der geschichtliche Rückblick

1918

Im Jänner 1918 hat die Vereinigte Gerbstofffabriken AG die Gründung eines Feuerlöschzuges beschlossen. Ausrüstungsstücke und Geräte hatte der Löschzug selbst zu besorgen. Diese wurden im Raum neben der Portierloge untergebracht. Am 19. September 1918 um 19 Uhr kam es zu einem der größten Brände in Frauental, wo sich der Löschzug erstmals bewähren musste. Das Brandobjekt war die oben genannte Gerbstofffabrik selbst.

1920

Aus den Erkenntnissen der beiden vorangegangen Jahre heraus wurde 1920 die Freiwillige Werksfeuerwehr Gerbstoff gegründet. Die neu gegründete Wehr wies 20 Gründungsmitglieder auf und hatte somit ab diesem Jahr auch die Möglichkeit, Subventionen vom Land zu beziehen.

1921

1921 wurde ein dreistöckiger Turm zum Trocknen der Schläuche und zu Ausbildungszwecken für die Männer gebaut.

1922

Bezirksfeuerwehrtag in Frauental.

1923

Nach der Stilllegung der Gerbstofffabrik im Jahre 1923 standen die Kameraden vor der Wahl, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen oder die Wehr aufzulösen. Die Männer entschlossen sich trotz vieler finanzieller Opfer die Wehr zu erhalten. Die Herren Georg Sorger, Gastwirt und Fleischer, sowie Anton Nebel, Tischlermeister, haben das notwendige Geld vorgestreckt, um die Geräte, welche bereits in der Konkursmasse der Gerbstofffabrik standen, käuflich zu erwerben. Das Gebäude selbst wurde von der Familie Rudolf Karner gekauft und der Feuerwehr Frauental weiterhin kostenlos überlassen.

1925

Um über die schwere finanzielle Situation hinauszukommen, wurde 1925 die erste Handdruckspritze im Rahmen eines Festes geweiht und in den Dienst übernommen. Die Patenschaft übernahm Frau Antonia Stelzl, die Gattin des Kassiers. 

1928

Im Laufe der Jahre wurden die Pumpe um weitere Ausrüstungsgegenstände ergänzt und im Jahr 1928 einen dreiteilige Schiebeleiter angeschafft.
Ebenso fand in diesem Jahr erneut ein Bezirksfeuerwehrtag in Frauental statt.

1938

Bezirksfeuerwehrtag in Frauental.
1938 Bezirksfeuerwehrtag

1939-1948

Während die jungen Männer der Wehr im Zweiten Weltkrieg an der Kriegsfront dienen mussten, hat die Wehrleitung den Beschluss gefasst, auch Frauen in die Wehr aufzunehmen, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr auch weiterhin zu gewährleisten. Nach der Rückkehr der Kameraden aus Krieg und Gefangenschaft musste die Wehr neu aufgebaut werden, da das Rüsthaus im Krieg von in- und ausländischen Partisanen plündertet wurde. Nach dem Ankauf von Helmen und anderen Utensilien wurde 1948 die erste Motorspritze mit Anhänger gekauft. Nach Einweihung dieses Gerätes, wo in Verbindung mit dieser Veranstaltung ein beträchtlicher Reingewinn erzielt wurde, konnte man auch einen gebrauchten Wagen der Type Horch mit Allrad anschaffen. Somit begann auch in der Wehr Frauental der technische Fortschritt.
1948 Segnung Motorspritze

1952-1954

Als die Familie Karner das bisherige Rüsthaus verkaufte und der zur Verfügung stehende Raum auch bereits zu klein war, wurde der Beschluss gefasst, ein neues Rüsthaus zu bauen. Dazu stellten die Familie Sorger und Frau Bergmann den Grund zur Verfügung. 1952 wurde mit dem Bau begonnen und bereits zwei Jahre später konnte die Wehr das neue Rüsthaus beziehen. Dies war nur möglich, weil sich alle Kameraden mit Unterstützung der Bevölkerung und der Gemeinde an diesem Vorhaben beteiligten. Ohne vorbildlich erbrachten Eigenleistungen der Wehrkameraden wäre dies auch nicht möglich gewesen. Darüber hinaus bürgten die Kameraden Sailer und Harzl für einen für den Rüsthausbau aufgenommenen Kredit mit ihrem Privatvermögen.

1956

Bezirksfeuerwehrtag in Frauental.

1963

1963 kaufte die Wehr ein Tanklöschfahrzeug, Marke Opel Blitz, mit einem Tankinhalt von 1.000 Liter Wasser und einer Hochdruckeinrichtung. Es wurden in weiterer Folge Atemschutzgeräte, Funkgeräte und weitere technische Hilfsmittel angeschafft. 

1968

1968 wurde das Kommandofahrzeug, ein VW-Bus, gekauft. 
Frauentaler Feuerwehren

1979

Bezirksfeuerwehrtag in Frauental.

1982

Das TLF wurde 1982 durch einen Mercedes Unimog mit der taktischen Bezeichnung RLFA 2000 ersetzt. 
1982 Segnung RLF

1984

Dem VW-Bus folgte 1984 ein Mannschaftstransporter (MTF) der Marke Puch G. Weitere Anschaffungen wie Rufempfänger etc. folgten. Mitte der 90er Jahre wurde aus der MTF mit einer Bergeschere aufgerüstet und mit dem taktischen Zeichen KRF-S versehen.

1991-1995

Aufgrund des hohen Mitgliederstandes und der immer größer werdenden Anzahl von Arbeitsgeräten wurde das alte Rüsthaus Anfang der 1990er Jahre zu klein und entsprach bei weitem auch nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. So begannen die Kameraden der FF Frauental im Jahre 1991 mit der Planung eines neuen Rüsthauses. Nach dem Verkauf des alten Feuerwehrhauses und mit Unterstützung der Marktgemeinde Frauental begann man 1993 mit dem Bau des neuen Einsatzzentrums, welches nach kurzer Bauzeit im Oktober 1995 bezogen und eingeweiht werden konnte. Zu diesem Anlass fand auch Bezirksfeuerwehrtag in Frauental statt.
Im Jahre 1995 hatte die FF Frauental mit 18 Burschen die stärkste Feuerwehrjugend im gesamten Bezirk Deutschlandsberg.
1995 Jugend

1997

Ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte der Wehr war der 113. Landesfeuerwehrtag, der am 28. Juni 1997 in Frauental stattfand.

1998

Im Jahr 1998 wurde aus eigener Tasche ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) vom Typ Boxter der Marke Peugeot angekauft. Das Besondere an diesem Fahrzeug war die Verkehrsleiteinrichtung, welche zum Zeitpunkt der Anschaffung ein Novum im Bezirk war. Mit Hilfe dieser Verkehrsleiteinrichtung ist es möglich, den Unfallort besser abzusichern, da die Verkehrsteilnehmer schon aus weiter Entfernung die beleuchtete Warntafel mit den verschiedenen Einstellmöglichkeiten (Pfeile, Achtungzeichen, das Wort Unfall) sieht.

2007

Im August 2007 wurde der 25 Jahre alte RLF Unimog durch ein neues Tanklöschfahrzeug ersetzt. Das neue Fahrzeug der Marke Volvo trägt jedoch nicht mehr die taktische Bezeichnung RLF, sondern TLFA-2000. Das Fahrzeug verfügt über einen zuschaltbaren Allradantrieb mit Differnzialsperre, welche getrennt für Hinter- und Vorderreifen (Singlebereifung) aktiviert werden kann.
2007 Segnung TLFA 2000

2012

Im Jahr 2012 wurde das Fahrzeug LKW-A der Marke Iveco in den Dienst übernommen. Der LKW-A diente als Ersatzanschaffung für den 28 Jahre alten Puch-G (KRF-S). Der neue LKW-A ist mit einer überplanten Ladefläche inkl. Ladebordwand ausgestattet. Die Beladung erfolgt mittels Containerkonzept, d.h. auf in Summe fünf Containern sind die unterschiedlichen Arbeitsmittel untergebracht. Das hydraulische Rettungswerkzeug sowie ein Löschtrolley ist unterdessen fix im Fahrzeug untergebracht. Ebenso ist ein Lichtmast mit vier LED Scheinwerfern Bestandteil der Ausstattung.

2013

In diesem Jahr fanden zum ersten Mal die Frauentaler-Zeltfesttage statt. Wie anno dazumal gibt es in Frauental nun wieder ein 3-Tage-Zeltfest!
Das Programm wurde sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass für jede Altersklasse etwas dabei sein sollte.

2015

Gleich zwei große Änderungen gab es im Jahr 2015.

Neues Fahrzeug

Zuerst wurde im Rahmen der Frauentaler-Zeltfesttage ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Dienst gestellt. 
Das neue Fahrzeug ist ein Mercedes Sprinter und bietet in Summe für neun Personen Platz. Als besondere Ausstattung verfügt das neue MTF über eine Verkehrsleiteinrichtung.

Digitalfunk

Als letzter Bereich im Bundesland Steiermark wurde der Bereich Deutschlandsberg mit Anfang Oktober 2015 von Analogfunk auf Digitalfunk umgestellt. Mittels dieser neuen Technologie bieten sich den Feuerwehren im Bereich des Funkes Möglichkeiten, die es bisher noch nicht gab. So ist es mittels Digitalfunk auch möglich, direkt mit anderen Einsatzorganisationen Kontakt aufzunehmen. Zudem können anlassbezogen einzelne Funkgruppen gebildet werden.
Auf Grund dieser Umstellung mussten im gesamten Bezirk Deutschlandsberg neue Funkmasten aufgestellt werden. Auch für die Freiwillige Feuerwehr Frauental bedeutete dies einiges an Umstellungsarbeiten. So musste nicht nur das stationäre Gerät im Rüsthaus getauscht werden, sondern auch alle bestehenden Funkgeräte in den Fahrzeugen.

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